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Da möchte ich bleiben

Hydraulik-Einkäuferin Angelika verrät, wie sie mit dem Vorarlberger Lehrlingsmodell „Lehre mit Matura“ bei Haberkorn erfolgreich wurde und was für sie einen guten Arbeitsplatz ausmacht.

Es sind ausschließlich positive Erinnerungen, die Angelika Hortig mit den ersten Eindrücken von ihrem Arbeitgeber Haberkorn vor mittlerweile neun Jahren verbindet. Damals war sie Schülerin der Polytechnischen Schule und auf der Suche nach ihrer beruflichen Zukunft. Das Angebot des technischen Händlers, zwei Tage in das Unternehmen reinzuschnuppern, war verlockend. „In kürzester Zeit lernte ich den ganzen Betrieb kennen“, erinnert sich die 24-Jährige zurück. „Und das Beste: Die Lehrlingsausbilder beantworteten alle meine Fragen und zeigten mir, wie spannend und vielseitig die Tätigkeiten hier sind“, schwärmt die sympathische Lauteracherin von ihrer damaligen Schnuppererfahrung.

154.000 Vorarlberger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer legen sich tagtäglich für den wirtschaftlichen Erfolg einer ganzen Region ins Zeug. Was dafür erforderlich ist? Top-Arbeitsplätze wie jener von Angelika. Die Lehrlings- und Jugendabteilung der AK Vorarlberg berät dich umfassend bei der Lehrstellensuche!

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Lehre – und noch mehr

Doch mit einer Lehre alleine wollte sich die damals 15-Jährige nicht zufriedengeben – und entschied sich kurzerhand für eine Ausbildung mit begleitender Matura. Eine Herausforderung, die sie ohne die Unterstützung von Haberkorn nur schwer meistern hätte können. „Ich musste Schule und Ausbildung zwar selber unter einen Hut bekommen. Aber mein Arbeitgeber hat mich entlastet und bestärkt.“

Die Lehrlingsausbilder beantworteten alle meine Fragen und zeigten mir, wie spannend und vielseitig die Tätigkeiten im Unternehmen sind.

Das „Vorarlberger Lehrlingsmodell“ – entwickelt von Sozialpartnern, Land, Berufsschulen und anderen – ermöglicht es leistungswilligen Lehrlingen, in vier Jahren die Berufsreifeprüfung abzuschließen. Neben besseren Chancen am Arbeitsmarkt ist auch ein Studium an Universitäten, Fachhochschulen und Kollegs möglich. Insgesamt haben bisher 107 Absolventinnen und Absolventen den Weg „Lehre und Matura“ bewältigt. „Doch zu wenige wählen diese Option“, sagt AK-Präsident Hubert Hämmerle und appelliert an die Unternehmen, die so dringend höher qualifizierte Leute brauchen: „Lehre und Matura ist ein möglicher Weg dorthin.“ Natürlich braucht es die Unterstützung der Firmen, wie bei Haberkorn.

 

Seit dem Schuljahr 2008/09 können Lehrlinge in Vorarlberg die Berufsreifeprüfung gratis absolvieren. Das ist der Weg:

  • Lehre + Matura in 4 Jahren
  • Unterrichtseinheiten: 1100 (900 in der Erwachsenenbildung an der Volkshochschule, 200 in Berufsschulen) kostenfrei für Lehrlinge, 15 Coaching-Einheiten je Fach
  • Teilprüfungen: D, E (nach drei Jahren), M, FB (nach vier Jahren)
  • Tagesunterricht (während der Lehrzeit)
  • 4 verschiedene Nachmittage an den Landesberufsschulen Feldkirch, Bludenz, Dornbirn 1 und Bregenz 3 verlängerte Lehrzeit möglich, Förderungen für Lehrbetriebe

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Top-Arbeitsplätze als Ziel für AK

 

Das Vorarlberger Lehrlingsmodell ist nur eines von vielen Beispielen, wie sich die Arbeiterkammer für ihre Mitglieder einsetzt. „Geht’s den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gut, dann geht’s auch der Wirtschaft gut,“ heißt das Motto. Fragt man Angelika, was sie an ihrer Arbeit mag, dann fällt die Antwort leicht: „Es passt einfach alles.“

 

Das ist längst nicht überall so. Der Arbeitsklimaindex der Arbeiterkammer zeigt, dass der Arbeits- und Leistungsdruck für Beschäftigte ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. Das bedeutet? Der Standort Vorarlberg braucht Arbeitsbedingungen mit neuen Qualitätsstandards: gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Rahmenbedingungen, die zulassen, dass sich Vorarlbergs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Weiterbildung auf die Zukunft vorbereiten können.

 

„Ich gehöre dazu“

 

Zufriedenheit lässt sich aber nicht immer mit Geld messen. Seit mittlerweile neun Jahren ist Angelika bei Haberkorn in Wolfurt beschäftigt. Und sie hat vor, noch lange zu bleiben. „Ich habe das Gefühl, dass ich dazu gehöre und fühle mich verantwortlich.“ Loyalität, die das Unternehmen auch mit einer Gewinnbeteiligung belohnt. Einmal pro Jahr erfolgt die Auszahlung an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Würde ich mich hier aber nicht 100 Prozent wohl und wertgeschätzt fühlen, dann wäre die Gewinnbeteiligung für mich kein Grund zu bleiben“, betont sie.

 

Top-Arbeitsplätze für Vorarlberg – so unterstützt dich deine Arbeiterkammer konkret:

Arbeitsvertrags-Check

Persönliche und berufliche Weiterentwicklung

Bildungszuschüsse

Beratung hinsichtlich Karenz sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Interessenspolitik für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer